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Mobile Computing:
Hardware und Betriebssysteme
Architektur von Windows CE & Unterschiede zu den Desktop Versionen
Christian Wagner
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Gemeinsamkeiten zu Windows 9x/NT/2000
Obwohl Windows CE komplett neu entwickelt wurde, kann es seine Zugehörigkeit zur Windows
Familie nicht abstreiten: die Bedienung und das Look & Feel (also das Layout der einzelnen
Grafik-Komponenten) ähneln weitestgehend den Desktop-Versionen.
Dies wird ermöglicht weil Windows CE über 1500 gemeinsame APIs mit den Desktop-
Versionen hat, darunter befinden sich zum Beispiel auch die Microsoft Foundation Classes
(MFC), ActiveX, COM, . . . Desweiteren ermöglicht Windows CE Multimediaunterstützung
durch DirectX (unter anderem mit DirectDraw, Direct3D, DirectSound, DirectPlay, DirectInput,
DirectShow, . . .).
Das so gewonnene Erscheinungsbild soll den Benutzern, die mit den Desktop-Versionen schon
vertraut sind, den Umstieg auf Windows CE erleichtern.
Doch die ähnliche Softwareentwicklung hat auch noch andere Vorteile: Es ist viel leichter
Software von Windows9x/NT/2000 auf Windows CE zu portieren, man kann sogar einen
gemeinsamen Source-Code schreiben, wenn man sich mit gewissen Einschränkungen zufrieden
gibt (wie z.B. das Fehlen verschiedener Menü- und Dialogstrukturen)
Diese hohe Kompatibilität war auch der Hauptgrund für Sega bei der neuen Spielkonsole
Dreamcast auf Windows CE zu setzen. Anstatt Monate auf die Konsolen-Version eines PC
Spiels warten zu müssen, können diese jetzt mit relativ wenig Aufwand und somit schneller für
die Dreamcast überarbeitet werden.
Unterschiede zu Windows 9x/NT/2000
Trotz diesen vielen gemeinsamen APIs kann man aber nicht einfach DOS oder Windows 9x/NT
Programme auf diesem neuen Betriebssystem ausführen.
Windows CE unterstützt eine grobe Vielfalt an verschiedenster Hardware, bleibt dabei aber
flexibel und skalierbar, im Normalfall reichen 4Mbyte ROM.
Das Dateisystem ist stark beschränkt und erlaubt z.B. nur eine maximale Gröbe von 256 Mbyte,
wobei die Gröbe einer Datei maximal 32 Mbyte sein darf, auberdem ist die Anzahl der Dateien
auf 4,19 Millionen beschränkt.
Das System besitzt im Gegensatz zu Windows NT/2000 auch keine Mehrbenutzerfähigkeiten. Es
gibt lediglich eine Pabwort-Abfrage beim Login, aber keine Rechteverwaltung im Dateisystem,
was aber nicht weiter störend ist, da die PDAs auch nur für einen Benutzter konzipiert wurden.
Fazit
Windows CE ist durch seine hohe Modularität und seine grobe Hardwareunterstützung in vielen
Gebieten einsetzbar. Es bietet eine leichte Softwareentwicklung und ein bekanntes Look & Feel,
was zu seiner steigenden Beliebtheit führte. In Zukunft wird das Betriebssystem wohl in vielen
anderen Geräten eingesetzt werden, ob nun in Waschmaschine, Fernseher, Telefon, und dort im
Hintergrund unbemerkt arbeiten.
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